Dr. Marvin Jagals
DATACUSTOS ist bewusst klein. Sie sprechen mit der Person, die auch arbeitet – und die den Termin nicht an einen Junior weitergibt, sobald der Vertrag unterschrieben ist.
Warum ich das mache
Ich habe genug Datenprojekte gesehen, die technisch sauber waren und trotzdem nichts verändert haben. Der Grund war fast nie die Technik. Er lag darin, dass niemand zuständig war, dass zwei Abteilungen unter demselben Begriff Verschiedenes verstanden – oder dass am Ende ein Dokument stand, das niemand mehr geöffnet hat.
Datengovernance hat einen schlechten Ruf, und sie hat ihn sich verdient: zu viel Regelwerk, zu wenig Nutzen, zu weit weg von der Arbeit. Ich glaube, dass es anders geht. Governance kann befähigen statt bremsen – wenn man bei den Menschen anfängt und mit etwas aufhört, das läuft.
Deshalb DATACUSTOS: custos ist der Hüter, der Kustos einer Sammlung. Er kennt jedes Stück, drängt sich nie auf und macht Schätze sichtbar. Das ist ziemlich genau die Rolle, die ich in Datenorganisationen einnehme.
Wie ich arbeite
Ich komme aus der Praxis, nicht aus dem Foliensatz. Ich sitze mit Fachbereichen zusammen, schaue mir echte Daten an und rede mit den Leuten, die morgens damit arbeiten. Was ich vorschlage, muss in Ihre Organisation passen, nicht in ein Referenzmodell.
Ich sage auch, wenn etwas nicht nötig ist. Ein Katalogwerkzeug, das Ihre Organisation nicht tragen kann, verkaufe ich Ihnen nicht – auch wenn die Einführung ein schönes Projekt wäre.
Und ich arbeite auf Übergabe hin. Der Erfolg meiner Arbeit bemisst sich daran, wie gut es weiterläuft, wenn ich nicht mehr da bin.
Hintergrund
Woher ich komme
Ich arbeite als Lead Architect und Stream Lead in Konzern-Transformationen – bisher in acht Branchen: Versicherung, Pharma und Life Sciences, Banken, Energie- und Dateninfrastruktur, Mobilität und Logistik, öffentlicher Sektor, Konsumgüter und Industrie. Die Fragen klingen überall anders und sind fast immer dieselben: Wem gehören diese Daten, was heißt der Begriff hier eigentlich, und wer merkt es, wenn er kaputtgeht?
Die Spannweite reicht von der Vorstandsvorlage, die ein Governance-Mandat überhaupt erst schafft, bis zum Rollenmodell, das zwei Jahre später noch gilt. Dazwischen liegt viel Empirie. In einem konzernweiten Zielbild habe ich rund 1.400 Prozessmodelle und etwa 95.000 Datenelemente ausgewertet, um zu zeigen, wo Verantwortung fehlt – nicht als Behauptung, sondern als Zahl, über die ein Vorstand entscheiden kann.
Promoviert habe ich an der Universität Duisburg-Essen zum Dr. rer. pol. in der Wirtschaftsinformatik, mit dem Schwerpunkt Datenstrategie und Data Governance. Für Sie ist daran vor allem eines relevant: Ich weiß ziemlich genau, was in der Forschung belastbar untersucht ist und was Beratungsfolklore – und ich sage Ihnen, welches von beidem Sie gerade angeboten bekommen. Davor: M. Sc. Financial Management und, ganz am Anfang, eine Ausbildung zum Informatikkaufmann.
Ich schreibe und unterrichte weiter, weil beides die Arbeit besser macht. Publikationen zu Data Governance, Datenprodukten, Data Literacy, Self-Service-BI und unternehmensübergreifender Governance, unter anderem bei Bitkom, Springer und auf internationalen Konferenzen. Vorträge auf Fachkonferenzen wie der TDWI und der DataGovKon. Und ein Lehrauftrag „Big Data & Data Analytics“ an der IU Internationalen Hochschule.
Ansässig in Nordrhein-Westfalen, tätig im gesamten DACH-Raum. Vor Ort, wenn es der Sache dient – remote, wenn es schneller geht.
- 8Branchen, von Versicherung bis Life Sciences
- 95.000+Datenelemente empirisch analysiert
- 1.400Prozessmodelle ausgewertet
Wir sind der Lotse. Sie bleiben Kapitän.
Das ist keine Bescheidenheitsformel, sondern eine Arbeitsteilung. Sie kennen Ihr Geschäft, Ihre Menschen und Ihre Zwänge besser als jeder Berater es je könnte. Was ich mitbringe, ist das Fahrwasser: die Erfahrung, wo Datenorganisationen auflaufen, und die Ruhe, das rechtzeitig zu sagen.